ThINKA Koordinierungsstelle zur Fachtagung „Aspekte gelingender Arbeit“ in Jena
Jena. Die ThINKA-Koordinierungsstelle folgte am 12. November der Einladung von ORBIT e.V. ins Jenaer Volksbad, welcher dort eine Fachtagung unter dem Titel „Aspekte gelingender Arbeit“ organisierte. Neben zahlreichen Vertretern aus den Anrainerprojekten LAP und TIZIAN nahmen auch einige ThINKA-Projekte an der Tagung teil.
Nach der Begrüßung durch die Ministerin Heike Werner, widmete sich Dr. Andreas Hirseland in einem spannenden Vortrag der Frage, ob Langzeiterwerbslosigkeit ein Schicksal ist und welche Wege aus der Situation gegangen werden können. Er zeigte eindrucksvoll an Beispielen, dass meist zahlreiche Faktoren die Arbeitsaufnahme hemmen und zunächst die sozialen Aspekte bzw. Problemlagen der jeweiligen Menschen strukturiert werden müssen. Dies bestätigte den Ansatz von ThINKA auch aus wissenschaftlicher Sicht: Soziale Integration als Vorbereitung für die berufliche Integration. Nun folgen verschiedene Workshops am Vormittag. Die Koordinierungsstelle war bei „Praxisbeispielen gelingender Arbeit“ und es konnten einige Hinweise zum produktiven Dokumentieren der verrichteten Tätigkeiten erlangt werden. Nach dem Mittag, in der zweiten Workshoprunde, wurde gemeinsam mit Herrn. Prof. Dr. Cremer als auch Frau Claudia Michelfeit (Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) Wege aus der Armut diskutiert. Es brachten sich zahlreiche Akteure ein und auch die ThINKA-Koordinierungsstelle konnte einige Aspekte in die Diskussion einfließen lassen: So beispielsweise, dass zur Armutsbekämpfung auch eine veränderte Unternehmenskultur hergestellt werden muss oder dass es in ökonomisch Aufschwungzeiten oftmals zu einer Individualisierung von Armut als persönlicher Fehlleistung der Betroffenen kommt und eben diese Form von Armut nur schwer aufzubrechen ist. Diese uns weitere Punkte wurden intensiv debattiert. Im Anschluss referierte Herr. Prof. Dr. Georg Cremer nochmals aus wissenschaftlicher Perspektive wie Armut nachhaltig bekämpft werden kann und wie Übergänge in den Erwerb erleichtert werden könnten. Insgesamt war es ein spannender Fachtag, an dem sich die Koordinierungsstelle nicht nur mit ihrem Erfahrungswissen ob der täglichen ThINKA-Praxis hat einbringen können, sondern durch die Vielfältigkeit der Akteur als auch das gute Programm mit zwei Intensivworkshops hat man auch einige Aspekte mitnehmen können, welche in die Arbeit der ThINKA-Vorhaben einfließen werden.