ThINKA Koordination bei der Vorstellung des 2. Thüringer Sozialstrukturatlas
Erfurt/ Jena. Der Einladung zur Vorstellung des 2. Thüringer Sozialstrukturatlas im Rahmen einer ganztägigen Konferenz folgte die ThINKA Koordinierungsstelle am 9. September 2019. Die Tagung mit dem Titel „(Un)gleiches Thüringen?“ fand in der Erfurter Messe statt und war mit über 200 Teilnehmenden herausragend frequentiert – dies spiegelt das starke Interesse der verschiedensten Akteure an der Thematik wider. Neben Handelnden aus zahlreichen Institutionen, Ämtern, Behörden, Sozialunternehmen und gemeinnützigen Vereinen waren auch zahlreiche ThINKA Projekte aus dem gesamten Freistaatsgebiet zu gegen. Sozialministerin Heike Werner eröffnete die Tagung damit, indem sie verdeutlichte, dass der vorgestellte Atlas allen Akteuren, welche sich innerhalb der Sozialpolitik in den Thüringer Regionen für gleichwertige Lebensverhältnisse einsetzen zukünftig ein solides Instrumentarium zur Seite stellt, um Lebenslagen besser verstehen und einordnen zu können. In der Folge stellte der Hauptautor des Atlas, Herr Prof. Dr. Helbig (Lehrstuhl für Bildung und soziale Ungleichheit der Hochschule Erfurt), einige Aspekte des Werkes vor und untersetzte seine Ausführungen mit anschaulichen Grafiken und eindrücklichem Datenmaterial. So konnten die Anwesenden einen ersten Einblick in das umfängliche Werk erhalten. Nach der Mittagspause tagten fünf parallele Arbeitsgruppen zu den Themen „Wohnen“, „Bildung“, „Gesundheit“, „Familie“ und „Beteiligung“. Die ThINKA Koordinierungsstelle wohnte dem Workshop zur Thematik der Beteiligung bei, da dort Gabi Schmidt vom ThINKA Vorhaben aus Artern eben dieses den Anwesenden vorstellte – Frau Schmidt machte eindrucksvoll und plastisch deutlich, wie ThINKA in Bezug auf seine Hauptaktionsfelder der Einzelfall-, Netzwerk- und Stadtteilarbeit versucht Erfolge für und mit den Bürgern auf Sozialraumebene zu organisieren. Das Auditorium war nach den Ausführungen sichtlich beeindruckt, so dass die Vorstellung der ThINKA Funktionsweise kaum besser hätte gestaltet sein können. Zum Abschluss der Tagung kamen alle Gäste nochmals im Plenum zusammen und Katja Salomo vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung berichtete in ihrem Keynote über den Zusammenhang von Sozialstruktur und politischer Einstellung im Kontext das Thüringen Monitors und wie sich soziale Lage und politische Einstellungen wechselseitig bedingen beziehungsweise beeinflussen. Kurze Zeit später endete die Tagung mit einem lockeren Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Tagung muss als ein Gewinn gewertet werden: Nicht nur, dass der vorgestellte Sozialatlas das Kenntlichmachen von aktuellen Erkenntnissen bezüglich der verschiedenen Lebenslagen in Thüringen erlaubt, sondern auch, dass sich derart viele Akteure und Institutionen für die Thematik interessieren, kann als Essenz sowie als ein überaus positives Fazit der Tagung herausgestellt werden.