Flip Flops, Wanderstab und Brotbeutel
Gera. … könnten eigentlich die Utensilien für eine Frühlingswanderung zum Anbaden in die in der Nähe gelegene Natur am Stadtrand sein – sind sie aber nicht. Diese und andere nützliche oder unnütze und ausgemusterte Gegenstände sind Teil der Utensilien, die wir beim Frühjahrsputz im Bürgerpark in Gera-Bieblach zusammengetragen hatten. ThINKA Gera beteiligte sich wie jedes Jahr am Frühjahrsputz in den von ThINKA mitbetreuten Sozialräumen im Rahmen der Netzwerkarbeit, in Absprache mit den Stadtteilmanagerinnen und der OTEGAU GmbH als Träger. Diesmal lag unser Schwerpunkt auf dem Areal des Bürgerparks in Bieblach Ost, der als generationenübergreifender sozialer Treffpunkt gern und von vielen genutzt wird. Coronabedingt gab es auch in diesem Jahr keinen kollektiven Großeinsatz. „Jeder kehrt zuerst vor der eigenen Tür“ – so könnte man das inoffizielle Motto auch beschreiben.
Und so hatten viele einzelne Netzwerkpartner*innen in ihren jeweiligen Bereichen zu tun. Kitas und Grundschule waren während dieser Woche in Bieblach ebenso im Einsatz wie die Mitarbeiterinnen der Diakonie, des Infopoint oder die Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale, des Mehrgenerationenhauses und andere. Das Stadtteilbüro koordinierte für alle Beteiligten den Einsatz, kümmerte sich um Werkzeuge und die Müllbeutel samt deren späterer Entsorgung. Insgesamt waren in der Frühjahrsputzwoche vom 24. – 30. April neun Netzwerkpartner*innen in Bieblach im Einsatz mit zusammen ca. 65 Personen. Darüber hinaus beteiligten sich auch viele private Haushalte unterschiedlicher Herkunft in ihrem jeweiligen Wohnumfeld.
Die Bestückung der Pflanzbehälter im Bieblacher Bürgerpark wird bereits seit längerem durch ThINKA im Rahmen eines Mikroprojektes in Gera-Bieblach getätigt. So lag es nahe, unseren Teil des Frühjahrsputzes auch dort vorzunehmen und den herumliegenden Müll von der Wiese, den Rabatten und aus den Sträuchern zu entfernen. Neben Knotenbeuteln, Fastfood-Verpackungen und Flaschen fielen diesmal auch eine ganze Reihe OP- und FFP2-Masken auf, die im Gebüsch und auf der Wiese in der Sonne schimmerten. Das zufälligste Fundstück des Vormittags nahe einer Bank war jedoch zweifellos ein kleiner silberglänzender Metallring mit einer Innengravur. Ob zufällig verloren gegangener Liebesbeweis oder weggeworfenes Teil einer Entlobung? Wir übergaben das Teil umgehend der Stadtteilmanagerin zur weiteren „Analyse“. Vielleicht fragt ja doch mal jemand danach. Dann würden wir es wohl auch erfahren.