Fahrradprojekt - gemeinsam kreativ für einen guten Zweck
Nordhausen. Im Anschluss an eine gelungene Spendensammlung wurden im Rahmen des Fahrradprojektes zwei Workshops durchgeführt, an denen insgesamt 12 Mädchen und Jungen aus der Gemeinde im Alter von 12 bis 16 Jahren teilnahmen. Um neben den Jugendlichen der örtlichen Regelschule und des SV Hannovera e.V. anderen Anwohnern die Möglichkeit zu geben, sich an dem Projekt zu beteiligen, wurden ebenso während der Spendensammlung interessierte Bürger*innen dazu aufgerufen, sich ehrenamtlich einzubringen.
Zwei engagierte Bürger unterstützten mit handwerklichem Geschick das Fahrradprojekt. Die gespendeten Fahrräder wurden unter Anleitung von den Jugendlichen instandgesetzt, verkehrssicher gemacht und neugestaltet. Sie erlernten wie man ein Fahrrad selbst reparieren kann und konnten ihre Fertigkeiten ausprobieren. Während der Workshops wurde die Flüchtlingsunterbringung im Landkreis thematisiert. Die jungen Menschen hatten die Möglichkeit, Ängste, Gedanken und Fragen zur Thematik zu äußern. Diese wurden in offenen Gesprächen erörtert, um die jungen Menschen zu sensibilisieren und Vorurteile abzubauen. Zum Ende des Jahres sollen die Fahrräder asylsuchenden Menschen in den umliegenden Gemeinden zu Gute kommen. Durch die Unterstützung verschiedener Netzwerkpartner – engagierte Vereine in der Flüchtlingshilfe- werden die Kontakte zu bedürftigen Menschen hergestellt.
Die Toleranz der Anwohner gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund – insbesondere Asylsuchenden – soll auch über den Projektzeitraum hinaus weiterhin gefördert werden. Im Rahmen des Vereinssports und der Tätigkeit der Schulsozialarbeiterin werden weitere bedarfsspezifisch offene Gespräche mit Kindern und Jugendlichen stattfinden. Bei der Planung und Durchführung zukünftiger Projekte zur Sensibilisierung der Bevölkerung werden sich die ThINKA-Mitarbeiterinnen auch weiterhin unterstützend einbringen.